Obdachlosigkeit in Deutschland ist ein verkanntes Problem. „Den Deutschen ging es noch nie so gut wie heute“, verkündete unsere Kanzlerin in der Haushaltsdebatte 2017. Damit waren jedoch bestimmt nicht die mehr als 50.000 Obdachlosen in Deutschland gemeint. Für sie ist jeder Tag ein Tag der Not, denn was jeder ansonsten für selbstverständlich hält, ist für diese Menschen nicht vorhanden: Bett, Toilette, Dusche, Heizung sowie eine Küche. Obdachlosigkeit ist ein dringendes gesellschaftliches Problem das gelöst werden muss. Da in den Wintermonaten die Zahl der Kältetoten immer mehr zunimmt, sollte es die Aufgabe der Regierenden sein dieses Problem unmittelbar anzugehen.

Wie viele Obdachlose gibt es in Deutschland?

Offizielle Statistiken hierzu gibt es nicht, als wenn es den staatlichen Stellen peinlich wäre, solch‘ eine Art der Armut überhaupt in Deutschland zu haben. Das Statistische Bundesamt erhebt viele Dinge, doch bisher hat die Bundesregierung eine solche Statistik schlichtweg abgelehnt.

Unterschied zwischen Obdach- und Wohnungslosen.

Die Begriffe Obdach- und Wohnungslosigkeit werden oft synonym verwendet, jedoch haben sie unterschiedliche Bedeutungen: Obdachlosigkeit ist ein Teil der Wohnungslosigkeit. Als obdachlos werden Personen bezeichnet, die weder einen festen Wohnsitz oder eine Unterkunft haben. Sie übernachten auf der Straße, also in Parks, U-Bahnstationen,  Bushaltestellen oder Geschäftseingängen.

Wohnungslos sind dagegen Menschen ohne Mietvertrag. Sie schlafen bei, Freunden und Bekannten, in Notunterkünften oder staatlich finanzierten Wohnheimen.

Mitsamt Wohnungslosen stieg die Zahl der Betroffenen auf ca. 440.000 an, davon 32.000 Kinder und Jugendliche. Zudem hat man anerkannte, aber wohnungslose Flüchtlinge in das Zahlenwerk mit aufgenommen, es beläuft sich auf ca. 440.000 Betroffene. Wobei man das Wort „Flüchtlinge“ heute, in 2019, so oder so interpretieren kann. Man geht in Deutschland von 860.000 Menschen aus, die keine eigenes Dach über dem Kopf haben (2018). Prognose, weiter steigend. Dies stellt natürlich ein Riesenproblem dar.

Was sind die Gründe für eine Obdachlosigkeit?

Obdachlose lassen sich, gemäß Fachleuten für Soziale Arbeit in Hamburg, in drei Kategorien einteilen: 

–  Menschen in kritischen Lebenssituationen, also nach einer Trennung, dem Verlust der Arbeitsstelle oder Verschuldung.

–  Menschen mit gebrochenen Biografien, die immer schon eher am Rande der Gesellschaft gelebt haben. Häufig mit hoher beruflicher       Mobilität verbunden, wie etwa Seeleute.

–  Junge Menschen, die ungeregelt aus Hilfseinrichtungen entlassen werden, und die große biografische Lücken aufweisen.

 

 

Grundsätzlich ist jedoch ein strukturelles Problem die Hauptursache: Es fehlt überall an bezahlbarem Wohnraum. Die Zahl der Sozialwohnungen ist in den letzten Jahren drastisch gesunken – Bund, Länder und Kommunen haben staatlich geförderten Wohnraum an private Investoren verkauft, und somit die letzten Reserven an bezahlbarem Wohnraum aufgegeben.

Branchenfachleute gehen davon aus, dass jährlich 400.000 Neubauwohnungen erforderlich wären um den Bedarf zu decken.

Jetzt in 2019 will sich der Bund ganz aus dem sozialen Wohnungsbau zurückziehen, dann sind die Länder allein dafür verantwortlich.

Eiskalte Nächte können im Winter für Obdachlose lebensgefährlich sein.Leider sind jetzt schon einige Menschen in Deutschland auf der Straße erfroren, etwa in Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf.

Guido Reil, ein AfD Politiker der im Dezember in den Bundesvorstand der Alternative für Deutschland gewählt wurde, schaffte im März 2018 einen Kältebus an,um den Obdachlosen in ihrer schlechten Lage etwas helfen zu können. Er hielt es schlichtweg für „eine gute Idee“ auf die noch niemand gekommen wäre. Hilfe ist eigentlich einfach zu leisten, man muss es nur wollen und anpacken. Er hat es bewiesen, obwohl zu Beginn dieser Aktion viel Unmut geäußert wurde.

Jeder Bürger der helfen möchte kann dieses natürlich tun, entweder persönlich, oder man wendet sich an eine der Hilfsorganisationen in der entsprechenden Stadt. Diese bieten gerade in der kalten Jahreszeit immer Hilfe an, leider wird diese von Obdachlosen nicht gerne in Anspruch genommen. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig, angegeben werden schlechte hygienische Zustände, sowie immer wieder vorkommende Diebstähle. Auch Alkohol spielt eine erhebliche Rolle, so dass es auch schon zu schweren Handgreiflichkeiten unter den Obdachlosen kam. 

Aus diesen Gründen bleibt man doch lieber auf der Straße, auch wenn es manchmal lebensgefährlich ist, unter Alkoholeinfluss besonders. Da kann nur jeder hoffen, dass er nicht selbst in eine solche Lage gerät, und immer zu schätzen weiß, das er in einer warmen Wohnung wohnen darf.

Hier kann man einen Artikel von rp-online lesen. Die AfD hat jetzt dafür gestimmt Asylunterkünfte die leerstehen für Obdachlose zu öffnen.