Spricht man von der Alternative für Deutschland, ist damit ebenfalls der sogenannte „Flügel“ um Björn Höcke und Andreas Kalbitz gemeint. Viele sprechen ja auch von der Partei in der Partei, da hier wohl verschiedene Positionen innerhalb der AfD vertreten sind. 

Die „Alternative Mitte“, die sich als gemäßigter Teil der Partei versteht, forderte nun vom „Flügel“ sowie der Jugendorganisation  „Junge Alternative“ (JA), dass man sich von bestimmten Leuten trennen solle, da ansonsten angeblich eine Gefahr für die Gesamtpartei bestünde. Diese seien zu einer existenzbedrohenden Gefahr geworden, besonders als die AfD vom Verfassungsschutz damals zum Prüffall erklärt wurde. 

 

Wenn man also vom „Flügel“ der AfD spricht sind die sogenannten „Hardliner“ der Partei gemeint. Dieser wurde 2015 gegründet, angeblich um die AfD auf „Rechtskurs“ zu bringen. Dies hatte ein Bruch mit dem damaligen Parteichef Bernd Lucke zur Folge. Die Gründungsurkunde der innerparteilichen Strömung ist die „Erfurter Resolution“. Darin wird die AfD als „Widerstandsbewegung gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität Deutschlands“ bezeichnet und als „Bewegung des Volkes gegen die Gesellschaftsexperimente der letzten Jahrzehnte (Gender-Mainstreaming, Multikulturalismus und Erziehungsbeliebigkeit).“ 

5 Grundsätze hat sich der „Flügel“ auf die Federn geschrieben, nach denen sich die Politik bestimmt:

1.

Grundsatz: Deutschland ist nicht verhandelbar!

Unser Staat – unsere Nation ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Werk vieler Generationen. Mit Stolz blicken wir auf eine reiche Kultur, bürgerliche und politische Freiheiten und Wohlstand. Wir helfen vielen Ländern dieser Welt. Doch eines werden wir nicht tun: unser Land und unsere Nation aus der Hand geben. Deutschland ist unser Land!

2.

 Grundsatz: Deutschland ist kein Labor für Gesellschaftsexperimente!

Wir verweigern uns verantwortungslosen Experimenten mit und an unserem Volk. Nur Ideologen glauben, dass Gesellschaft ohne Familie funktionieren kann oder dass jeder zu einem Deutschen wird, sobald er die Landesgrenze überschritten hat.

Gefährlichen Ideologien, die die multikulturelle Gesellschaft erschaffen und die klassische Familie abschaffen wollen, erteilen wir eine klare Absage!

3.

 Grundsatz: Deutschland muss selbstbestimmt handeln!

Deutschland ist nach Einschätzung höchster Sicherheitsbeamter nicht mehr in der Lage, die innere wie die äußere Sicherheit zu garantieren. Und was macht die Bundeswehr?

Sie dient in der ganzen Welt fremden Interessen, während die hiergebliebenen Soldaten ihre Kasernen für Asylsuchende räumen und Toiletten in Erstaufnahmeeinrichtungen reparieren.

Wir brauchen endlich eine handlungswillige politische Führung, die eigenständige Entscheidungen im nationalen Interesse trifft!

4.

 Grundsatz: Deutschland muss seine innere Freiheit zurückgewinnen!

Die von vielen so genannte „Lügenpresse“ hat sich ihren Namen nicht selten redlich verdient. An Stelle objektiver Berichterstattung propagiert sie eine fatale Willkommenskultur. Das GEZ-gebührenfinanzierte Staatsfernsehen markiert uns als Gegner, weil wir sagen, was nicht gesagt werden soll. Die politische Korrektheit liegt wie Mehltau auf unserem Land. Die AfD ist der Garant für die freie Rede und die schonungslose, ehrliche Analyse der Lage.

Weil wir uns heute hier versammelt haben, ist die innere Freiheit in Deutschland noch lebendig.

5.

 Grundsatz: Die Deutschen müssen mündig werden!

Deutschland war die Heimat unserer Vorfahren. Deutschland muss als Heimat unserer Kinder erhalten bleiben. Deutschland ist unsere Heimat – unser Land – und unsere Nation!

 

Diese Aussagen sind auf den ersten Blick klar formuliert, dennoch vielen ein Dorn im Auge, da es natürlich um Auslegung und Umsetzung dieser geht. 

Die Mainstreammedien nahmen das Ganze zum Anlass um die Partei insgesamt als rechtsradikal und völkisch zu verteufeln. Man versucht ja um jeden Preis die AfD zu diskreditieren, im Wahljahr 2019 ganz besonders. Man merkt, die Altparteien und das System unserer „Volksvertreter“ haben Angst, so dass sie sich in ihrer Not nur noch zu helfen wissen, radikal gegen die AfD und ihre Mitglieder vorzugehen. Nie zuvor hat es so viel Gewalt gegen eine demokratisch gewählte Volkspartei gegeben, nie zuvor wurde eine Partei mit so vielen Anschuldigen konfrontiert wie momentan. Was das Verfassungsgericht nun nicht geschafft hat, soll auch durch linke Schlägertruppen vollendet werden (siehe Anschlag auf Frank Magnitz).

 

Wenn man sich unter den Mitgliedern der AfD umhört, verstehen viele nicht warum Höcke und Kalbitz ständig ausgeklammert werden, sie gehören nun mal mit zur Partei. Mag man denken was man will. Außerdem geht es momentan ja nicht nur um den Flügel, sondern es brodelt überall gewaltig. Wäre es im Wahljahr 2019 nicht richtiger als eine geschlossene Partei aufzutreten? Dem unentschlossenen Wähler vermittelt diese Unruhe in der AfD wahrscheinlich, „die sind sich selbst nicht einig, also kann ich sie auch nicht wählen“. Das wäre natürlich fatal. Denn alles was die AfD jetzt braucht sind Stimmen, damit endlich eine aktive Politik zum Wohle der Bevölkerung gemacht werden kann. Die ständigen Antragsablehnungen der AfD durch die Altparteien müssen der Vergangenheit angehören. Einigkeit und Geschlossenheit einer Partei ist schon die halbe Miete.

Auf dem Kyffhäusertreffen 2017 wurde vom Flügel das gleichnamige Manifest verabschiedet:

 

Kyffhäuser-Manifest 2017

  1. Wir begreifen die AfD als politische Alternative für Deutschland. Wenn eine Einheitsfront aus Altparteien und Medienfilz gegen die Interessen unseres Volkes und unserer Nation handelt, muss es eine Kraft für die gute Zukunft unseres Landes geben. Diese Kraft ist die AfD.
  2. Wir begreifen die AfD als politische Alternative mit Regierungsanspruch und warnen vor jedem Gedanken an verfrühte Koalitionen. Denn die AfD ist kein Steigbügelhalter, sondern möchte und wird einen Politikwechsel durchsetzen und inhaltliche Maßstäbe setzen.
  3. Wir gestalten die AfD als Volkspartei und als Partei, die nicht zum Selbstzweck wird. Wir sind für unser ganzes Volk da und sehen unsere Partei als Mittel, mit dem wir dem Ganzen bestmöglich dienen können: unserem Volk, unserer Nation und unserem Staat.
  4. Wir erhalten die AfD als zusammenführende Oppositionsbewegung: viele Motive, weltanschauliche Breite, ein Auftrag! Jeder von uns hat eigene Gründe, die ihn in die AfD führten. Gemeinsam ist uns mindestens eines: gegen die Alternativlosigkeit des Establishments eine Alternative für Deutschland zu setzen!
  5. Wir verteidigen die Einheit der AfD gegen Spaltungsversuche von innen und außen, denn das ist die größte Gefahr: dass wir uns auseinanderreißen lassen. Gewonnen hätte dann nur einer: der politische Gegner.
 
 
Es wäre schön wenn die AfD im Wahljahr 2019 als eine geschlossene Partei auftreten könnte, dann werden diese Bemühungen am Ende dieses Wahljahres auch vom Erfolg gekrönt werden. Das ist für uns alle wichtig um die Zukunft Deutschlands zu sichern.
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