Lehe ist ein Stadtteil des Stadtbezirks Nord der Stadtgemeinde Bremerhaven mit knapp 40.000 Einwohnern. Als Leser fragt man sich natürlich ob man das wissen muss, ohne das einem ein Mangel an Allgemeinbildung unterstellt wird. Nein muss man nicht, jedoch berichten wir darüber, weil Lehe das absolute Gegenteil von dem Deutschland ist, welches Export-Weltmeister, sowie das Land der Dichter und Denker ist. Mit diesem Bild von Deutschland hat Lehe so gar nichts gemein.

In Medienberichten wurde Lehe bereits als ärmster Stadtteil der Bundesrepublik benannt. Ca, 40% prozentige Arbeitslosigkeit, 30% besitzen keinen deutschen Pass, jeder Dritte ist hoch verschuldet. Wohnungspfändungen gehören zur Tagesordnung. Harte Drogen und Bandenkriminalität sind oftmals der einzige Ausweg, um dieser Perspektivlosigkeit zu entfliehen. Lehe ist, obwohl nicht groß, ein sozialer Brennpunkt in Deutschland. Viele Einwohner brachten Lehe mit Kriminalität in Verbindung. Genannt wurden Gewaltverbrechen, Überfälle auf der Straße und Vandalismus. Es passiert viel in Lehe. Angeblich gäbe es ein großes Desinteresse der Politik, so würde sich nichts ändern. Viele Einbrüche, hoher Drogen- und Alkoholkonsum. Hoher Ausländeranteil.

Es fällt auf, dass Kriminalität nur an bestimmten Brennpunkten wahrgenommen wird. Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit sind hier nicht verteilt, man kann schon fast von Ghettoisierung sprechen. Es herrscht eine depressive Grundstimmung. Eins greift ins Andere, die Perspektivlosigkeit und die Verzweiflung vieler Menschen, und die daraus resultierende Verwahrlosung. Damit sind der viele Müll, Vandalismus, und eine hohe Gewaltenrate gemeint. 

Ausgerechnet in solchen Stadtteilen mit extremen sozialen Problemen, werden besonders viele Asylbewerber untergebracht. Im Dezember 2015 gab es insgesamt knapp 8.000 Ausländer dort. Gegenüber 2010 ist das eine Steigerung von knapp 4.300 Menschen. Die zehn häufigsten Herkunftsländer sind Bulgarien, Portugal, Türkei, Griechenland, Polen, Syrien, Rumänien, Ungarn, Serbien und Kosovo. Wenn die Politik hier nicht beherzt eingreift, entsteht das, was man eigentlich nicht haben möchte, Ghettoisierung. Ich sprach es oben schon mal an. Der sehr hohe, und noch steigende Ausländeranteil in Deutschland 2019 rechtfertigt es auf keinen Fall zuzulassen, dass wir bald gehäuft irgendwelche Ghettos vorfinden, was sich dann hier abspielt kann sich jeder ausmalen. 

Dazu ein weiteres kleines Beispiel. In Hamburg wurde im Stadtteil Billstedt auf einem 8 Hektar großen Grundstück 756 Wohneinheiten für Flüchtlinge gebaut. Dort wohnen zur Zeit über 2.500 Flüchtlinge, abgeschottet von dem Rest von Hamburg, eine Stadt in der Stadt. Auf 1260 deutsche Einwohner kommen dort also über 2500 Ausländer. So ein Verhältnis darf nicht weiter hingenommen werden. Bisher sprach man immer von der Schere zwischen arm und reich die auseinander driftet, nun haben wir im gesamten Bundesgebiet das Problem zwischen Ausländern und Deutschen. Es gibt diverse Gründe dafür, dass in naher Zukunft die Anzahl der Ausländer die der Deutschen übersteigen wird. Lehe und Hamburg sind nur zwei Beispiele von vielen, leider keine positiven.