Irgendwo haben alle schon einmal etwas darüber gehört oder gelesen. Aber so richtig sicher ist sich doch niemand. Werden wir zukünftig nur noch mit Karte zahlen, weil das Bargeld abgeschafft wurde? Um die Abschaffung für die Politik einfacher zu gestalten, gilt demnächst das Motto: „Wer bar zahlt, zahlt mehr“. Dabei ist Bargeld die einfachste und billigste Art zu bezahlen. Aber darum geht es schon lange nicht mehr, sondern um Kontrolle und Verhaltensmanipulation. Während die Kartenzahlung im Ausland schon fast Standard ist, hält der Deutsche am Bargeld fest. Ist das gerechtfertigt?

Im deutschen Einzelhandel werden immer noch 77,9% aller Transaktionen bar beglichen, schreibt die„Welt“. Eine Studie der Bundesbank hat gezeigt, dass eine Abschaffung des Bargeldes womöglich negative Konsequenzen für uns Verbraucher haben könnte. Würde jeder fortan mit Karte zahlen, würden sich die Durchschnittskosten drastisch erhöhen, da auch Klein- und Kleinstbeträge mit Karte gezahlt würden, so die Bundesbank.

Die Zahlung ohne Bargeld schreitet allerdings voran. So stellen viele Banken den Zahlungsverkehr derzeit um. Dabei ist ein Ein- und Auszahlung des Geldes am Schalter nicht mehr möglich, sondern findet nur noch am Geldautomaten statt. Angeblich hätten die Berater dann für Kundengespräche mehr Zeit.

Kritiker runzeln jedoch die Stirn: „Einschränkungen bei der Bargeldversorgung oder neue Entgelte für Barauszahlungen schmälern auch die Attraktivität von Bargeld als Zahlungsmittel, was von der Finanzbranche sogar gewünscht wird“.

Eines ist klar, der Staat hasst Bargeld, da seine Nutzer nicht kontrollierbar sind. Ebenso geht es den Banken. Das sagt die Sparkasse dazu (Text):

 Mit der Einschränkung des Bezahlens mit Bargeld würde man den Menschen die Möglichkeit nehmen, frei und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, in welcher Höhe man einen Kauf bar abwickeln kann. Das hat beispielsweise beim Gebrauchtwagenkauf große Auswirkungen, der gerade in Deutschland vielfach noch bar durchgeführt wird. Die psychologische Wirkung dieser Einschränkung auf den Einzelnen sollte daher nicht unterschätzt werden. Und es gibt weitere Gründe für den Erhalt des Bargelds:

  1. Im Falle negativer Zinsen wäre Bargeld sehr attraktiv. Daher ist es sogar von Vorteil, wenn die Menschen auf Bargeld ausweichen können.
  2. Von klein auf hilft der Umgang mit Bargeld bei der Finanzplanung.
  3. Entscheidend sollten die Wünsche der Menschen sein. Wenn Bargeld wie in Deutschland sehr beliebt ist, sollten die Bürger hier nicht durch eine zwangsweise Digitalisierung bevormundet werden.
  4. Die Nutzung des Bargelds ist in Zeiten zunehmender Datenschutzprobleme auch Ausdruck von persönlicher Freiheit.
  5. Würde Bargeld abgeschafft, könnte die Bezahlung auch durch andere Währungen wie Edelmetalle oder auch Gegenstände (z. B. Zigaretten) ersetzt werden.

Fazit: Die Bargeldabschaffung wird kommen, und der Zeitpunkt wird wahrscheinlich gar nicht mehr weit entfernt sein. Da der Staat immer mehr versucht seine Bürger in allen Bereichen zu kontrollieren, und im täglichen Leben einzuschränken, wäre dies nur eine logische Konsequenz. Geschehnisse wie seinerzeit in Griechenland, wo tausende Menschen ihr Erspartes von den Banken holten, sollen sich nicht wiederholen. Ein Bankencrash wäre vorprogrammiert. Weiterhin sind die elektronischen Zahlungswege natürlich wesentlich einfacher zu kontrollieren. Man weiß wer gekauft hat, wo gekauft wurde, und zu welchem Zeitpunkt dies geschah.

Mein Tipp: Kein Geld mehr auf der Bank lassen, nur noch das Nötigste für die Fixkosten die abgebucht werden, den Rest unter das Kopfkissen,….so wie unsere Großeltern es schon getan haben.

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