Viele wissen oder ahnen es längst, Meinungen  und Theorien über unsere Sozialkassen gibt es viele, teils sehr unterschiedliche. Schreiben die Einen über gut gefüllte Kassen, berichten die Anderen genau das Gegenteil.  Dabei kommt es sehr darauf  an wer den Artikel schreibt. Sind es Medien die fast nur die Regierungsmeinung vertreten, sind die Kassen natürlich immer gut gefüllt. Wie steht es tatsächlich um unsere Rentenkasse?

Sprechen wir von der Rente, fällt dabei auch fast immer der Begriff „Generationenvertrag“. Dies ist kein Vertrag im juristischen Sinne, sondern ein Konzept, dass die Kapitaldeckung der gesetzlichen Altersvorsorge regeln soll. Ende der 1950er – Jahre wurde der Generationenvertrag im Zuge einer Rentenreform eingeführt. Hierbei wird ein fiktiver Vertrag zwischen zwei Generationen geschlossen. Tatsächlich ist der Generationenvertrag eine gesellschaftliche Übereinkunft, die nicht niedergeschrieben wurde, aber von zwei Generationen eingehalten wird. Die arbeitende Bevölkerung sorgt durch Sozialabgaben dafür, dass die Rentenkassen ausreichend gefüllt werden. 

Rentensystem eingeführt aus Geldmangel

Bis zum Jahr 1957 finanzierte jeder Arbeitnehmer seine Rente selbst. Dann wurde eine große Rentenreform durchgeführt, bei der jeder ein eigenes Rentenkonto erhielt. Der Arbeitnehmer und sein Arbeitgeber zahlten dort zu gleichen Teilen Beiträge für die Rente ein. Dieses System hatte allerdings den großen Nachteil, dass bis zum Eintritt der Rente nicht genug Kapital auf das Rentenkonto eingezahlt wurde, so dass der tatsächliche Bedarf nicht gedeckt war. Durch die Einführung eines Umlageverfahrens wurde schließlich ein anderes Rentensystem geschaffen, bei dem die arbeitenden Bürger die Renten der Bürger im Ruhestand finanzieren sollten.

Zwei- oder Drei-Generationen-Vertrag?

Die ursprünglich vorgesehene Form  des Generationenvertrags sah nicht nur vor, dass das Umlageverfahren zwei Generationen berücksichtigt. Vielmehr sollten auch die Kinder und Jugendlichen von der Umlage profitieren. Dementsprechend wäre der Zwei-Generationen-Vertrag ein Drei-Generationen-Vertrag gewesen, der Kindheit/Jugend, Erwerbsphase sowie das Alter umfasst. Die erwerbstätige Generation würde in diesem Fall sowohl Abgaben für die Rentenkassen als auch für den Nachwuchs schaffen.

Ein Konzept, das drei Generationen berücksichtigt, wird allgemein als fairer betrachtet, da dadurch Familien mit Kindern profitieren. Sie sind in einem gewissen Sinne die eigentlichen Träger des Generationenvertrags, da die Kinder später wieder Beiträge für die Rentenkassen leisten. Deshalb sollten Kindern auch schon von den Beiträgen profitieren, die ihre Eltern einzahlen.

Bei einem Zwei-Generationen-Vertrag zahlt die aktuell arbeitende Bevölkerung lediglich für die ältere Generation und erwartet, dass die Nachfolgegeneration für ihre Rente aufkommt. Kinder und Jugendliche werden dabei nicht berücksichtigt.

Demographische Ungleichgewicht: Auswirkung auf den Generationenvertrag

Der Generationenvertrag beruht darauf, dass die Einzahlungen der arbeitenden Generationen ausreichen, um die Rente der älteren Generation zu sichern. In Deutschland führen jedoch mehrere demographische Faktoren dazu, dass dieser Ausgleich immer mehr in Schieflage gerät. Kurz gesagt gibt es mehr Rentenempfänger als Erwerbstätige, die in die Rentenkasse einzahlen.

Zum einen ist die Geburtenrate in Deutschland Jahr für Jahr gesunken. Zugleich gibt es die Generation der „Babyboomer“, der in den 1960er Jahren Geborenen, die das Rentenalter erreicht. Somit gibt es weniger Einzahler, die einer größeren Zahl an Rentenempfänger gegenübersteht. Zugleich sind durch die Wiedervereinigung viele Arbeitnehmer aus der ehemaligen DDR in die Rentensysteme aufgenommen worden, die zuvor nichts oder im Verhältnis nur wenig in die Rentenkasse eingezahlt haben.

In Folge des demographischen Ungleichgewichts werden die Renten immer stärker sinken. Wer heute in die Rentenkasse einzahlt, weiß demnach nicht, ob er überhaupt eine ausreichende Rente erhält. 

Politiker bedienen sich an der Rentenkasse

Leider bedienen sich immer mehr Politiker an der Rentenkasse und lassen andere die Zeche zahlen. Alle reden sie gerne von Gerechtigkeit und einer stabilen Rente. Darüber, wie sie die Rentenkasse plündern, wird allerdings kein Wort verloren. 

Millionen Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht. Heutzutage bedeuten stabile Renten Schulden machen. Die einstmals gut gefüllten Rentenkassen wurden immer wieder zweckentfremdet. Kein Wunder also, dass so mancher Rentner nach einem langen Arbeitsleben im Rentenalter kaum noch seine Miete zahlen kann.

Obwohl Abgeordnete nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, ist die Altersversorgung von Abgeordneten üppig, wie der Bund der Steuerzahler ausgerechnet hat: Schon nach einem Jahr im Bundestag haben Abgeordnete Anspruch auf 233 Euro Pension pro Monat. Nach zehn Jahren im Parlament kassieren Ex-Politiker weit über 2000 Euro im Monat. 

 

Politiker diskutieren darüber, die Menschen in diesem Land bis 70 arbeiten zu lassen, sie selbst können unter bestimmten Umständen schon mit 56 in Pension gehen – und zwar bei vollen Bezügen. Bundestagsabgeordnete zahlen keine Beiträge für ihre Altersversorgung. Sowohl die Höchstversorgung als auch die jährlichen Steigerungsraten sind übertrieben. So der Steuerzahlerbund. Im Juli dieses Jahres dürfte die Freude wieder groß sein, den die Diäten steigen erstmals auf über 10.000 Euro  monatlich. Hinzu kommen diverse Vergütungen.

Das System funktioniert nicht länger

Das System kann aufgrund der demographischen Probleme nicht länger funktionieren Es ist störanfällig und völlig überschuldet. Sollte der Bund einmal nicht mehr in der Lage sein, die Rentenzahlungen mit weiteren Schulden zu finanzieren, droht der Kollaps. 

Die Politik schweigt dazu. Hinzu kommt die Flüchtlingsproblematik. Zur Problemlösung werden viele Gelder benötigt. Auch hierfür werden Sozial- und Rentenkassen geplündert. Dazu möchte ich noch auf einen interessanten Blog-Artikel verweisen.

Diejenigen, die heute am Anfang ihres Arbeitslebens stehen, oder mitten drin sind, werden im Rentenalter nur auf eine sehr niedrige, oder gar keine Rentenauszahlung hoffen dürfen. Und das wahrscheinlich bei deutlich ansteigendem Renteneintrittsalter. Man kann es drehen und wenden wie man will, besser wird es nicht werden, auch nicht mit einer geplanten Mindestrente. Diese ist teuer, und nicht finanzierbar. 

Fazit

Bald hat unsere Politik es geschafft, Menschen, die in ihrem Leben Kinder großgezogen, und schwer gearbeitet haben, noch um ihre verdienten Renten zu bringen. Zweckentfremdung, Gier und diverse andere Dinge haben dazu beigetragen, dass die Kassen heute leer sind, und alles nur noch mit Schulden finanzierbar ist. Ich habe große Zweifel, dass es so noch lange weitergehen wird.

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