Nun hatte man endlich das Gefühl, dass sich innerhalb der neuen rechten Parteien mal etwas tut. Viele hat es gefreut, die Zustimmung in den sozialen Medien war förmlich spürbar. Italiens Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini hatte geladen, und alle waren sie dieser Einladung nach Mailand gefolgt.

Die neue „Europäische Allianz der Völker und Nationen“ will zur stärksten Fraktion im EU-Parlament werden. Alle Länder die betreten möchten waren noch nicht dabei, werden aber in der nächsten Zeit dazu stoßen. Rund zehn Bewegungen und Parteien wollen sich dieser Wahlallianz anschließen.   Sowohl mit der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban sowie mit Spaniens Vox-Partei, die seit den Regionalwahlen vom Dezember im Regionalparlament von Andalusien vertreten ist, sind noch Gespräche im Gang.

Salvini betonte, er spreche auch im Namen der anderen Parteien, darunter der FPÖ und der Rassemblement National um die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen, die gemeinsam mit der Lega der bisherigen Rechtsfraktion im Europaparlament Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) angehören.

AfD-Chef Meuthen hob die Notwendigkeit hervor, die EU-Außengrenzen zu schützen, um Europas “reiches Erbe” zu verteidigen. “Wir müssen eine europäische Festung sein, wo wir selber beschließen, wer kommen darf und wer nicht. Wenn (die deutsche Bundeskanzlerin Angela) Merkel behauptet, das geht nicht, antworten wir, dass dies mit politischem Willen machbar ist, wie Salvini und seine Lega bezeugen”, sagte Meuthen.

Die Chefin der Nationalen Sammlungsbewegung aus Frankreich, Marine Le Pen, entschuldigte sich wegen einer Wahlkampfveranstaltung in der Bretagne. Die FPÖ sandte ebenfalls keinen Vertreter nach Mailand, will aber Teil der Allianz sein, wie es im Vorfeld hieß. Auch der ungarische Regierungschef Orban, dessen rechtskonservative Fidesz-Partei wegen EU-feindlicher Umtriebe bei der christdemokratischen EVP (Europäische Volkspartei) suspendiert ist, kam nicht wie erhofft zu dem Treffen. Salvini kündigte am Montag an, dass die Mitglieder der rechtspopulistischen Wahlallianz am 18. Mai in Mailand eine Großveranstaltung zum Abschluss der Wahlkampagne planen würden.

Orbán und Salvini sind bei den Deutschen ohnehin sehr beliebt. Dies ist einfach ihrer unkonventionellen, und der für ihr Volk gemachten Politik geschuldet. Hier in Deutschland ist man zwar froh das die AfD als Oppositionspartei da ist, und bisher auch viele unbequeme Fragen gestellt hat, vermisste man jedoch den „Startschuss“ und den Aktivismus der Partei. Viele hätten sich gewünscht das anstatt der parteiinternen Streitigkeiten man nach außen ein geeintes Auftreten zeigt. Um wirklich etwas in der Politik zu ändern fehlen leider noch entsprechende Mehrheitsverhältnisse, aber das ist ja, wie man sieht, alles auf einem guten Weg. Wir hoffen es möge etwas Gutes für uns und ein vernünftiges Europa dabei herauskommen. 2019 wird in jeder Hinsicht ein spannendes Jahr.